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Kiga-Neubau
Eingestellt am: 10.01.2012

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Kirchenmusik

12.02.12 11:30 Uhr: Wie schön leucht uns der Morgenstern

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Christ-König-Kirche

Der Bau und seine Geschichte

Erbaut 1954-1956 nach Plänen von Friedrich Dyrssen (1933). 1980 hatte man sich für eine Fußbodenheizung und Teppichboden in der Kirche entschieden, zum einen aus wirtschaftlichen und substanzerhaltenden Gründen (Eine langsamere und gleichmäßigere Aufheizung der Kirche schonte die Orgel), zum anderen aber, weil sich das Kirchen- und Gottesdienstverständnis geändert hatte: Man wollte einen gemütlichen, warmen Raum, der dazu einlädt, sich auch auf den Fußboden zu setzen. Dazu wurden die Bänke vom Boden gelöst und so bot der Raum auf einmal deutlich mehr unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten. Damit wurde auch das Projekt „Neue Gottesdiensformen" lebendig. Einschneidendste Maßnahme war dabei die Niveauangleichung im Altarraum: Die Stufe, die den Altarraum durchzog, wurde überbaut, und so entstand ein einheitlicher, großer Aktionsraum für Gottesdienste, Aufführungen und vieles andere mehr. der im Jahr 2006 wieder entfernt wurde.

Architekt Manfred Johannsen zur Umgestaltung 2006:  

Das Ziel der jetzigen Umgestaltung war es, den sakralen Charakter wieder zu stärken, ihn aber mit einer deutlich helleren, fröhlicheren und feierlichen Grundstimmung zu versehen. In der Konzeption betonte der Kirchenvorstand, dieses Ziel vor allem in den Bereich Farbe, Licht und Fußboden zu verfolgen.

 

Farbe: Da die kräftigen Betonpfeiler ohnehin schon sehr massiv wirken, haben wir uns entschlossen, dieses nicht noch durch Farbe zu verstärken. Wände, Decke und Betonelemente sind in strahlendem fast ungetöntem Weiß und leicht abgesetzt in hellgrau gestrichen. Alle Einbauten und auch die Bodenbeläge erhielten harmonisch gedeckte helle Farbtöne. Der Raum soll hierdurch Ruhe ausstrahlen und nicht aufgeregt bunt wirken. Lediglich das Grün der Bänke ist etwas kräftiger, um die Gemeinde auch optisch im Zentrum näher zusammen zu rücken.

 

Bodenbelag – Materialien: Grau-braunes Steinzeug, ruhig und großformatig im Chorraum, fast unmerklich kleiner in den Seitenschiffen und dem Eingang, bildet das Hauptmerkmal der Bodenbeläge. Abgesetzt hiervon ist die zentrale hölzerne Fläche aus weiß geölter Eiche, auf der die Bänke stehen. Der Eichenbelag der Bankquartiere läuft die Stufen hinauf bis in den Altarraum und stellt so die Verbindung her zwischen Kirchenschiff und Chor.

 

Licht: Nicht die Leuchten, sondern das Licht steht im Vordergrund. Eine Mischung aus direkter und indirekter Beleuchtung mit Leuchten in der Decke, an den Wänden und hinter den Betonbindern ermöglicht eine Vielzahl von Lichtszenen für die unterschiedlichen Veranstaltungen. Wichtig neben einer guten Grundausleuchtung der Räume sind Akzente auf Kreuz, Altar, Kanzel und Taufe, die dem Chorraum eine besondere Lichtstimmung verleihen.

 

Alle diese Maßnahmen zusammen sollen dazu führen, den ursprünglichen Raum zu respektieren, seine Idee aber zu überlagern mit heutigen Sehnsüchten und Anforderungen und aus dieser Symbiose ein stimmiges Ganzes zu erzeugen.

 

Wir wünschen der Kirchengemeinde Lokstedt viel Glück in ihren neu gestalteten Räumen und hoffen, dass wir mit unserer Arbeit einen Teil dazu beitragen konnten, einen lebendigen Raum zu schaffen, der sie in ihren vielfältigen Gemeindeaktivitäten unterstützt, der Raum für Besinnung und Ruhe bietet, trotzdem aber den menschlichen Maßstab in den Mittelpunkt stellt.

 

Der Innenraum


Ein liturgischer Ort für Gottesdienste, Andachten, Feste, Besinnliches und Fröhliches. Die gestaltete Rückwand erzählt mit dem goldenen Strahl von der Verbindung zwsichen Himmel und Erde - und die 50 Tafeln symbolisieren in ihrer aufsteigenden Bewegung die Auferstehung und zugleich die 50 Tage zwischen Ostern und Pfingsten.

Die Orgel


Die Beckerath-Orgel von 1958 mit ihren 25 klingenden Stimmen präsentiert sich heute in einem hervorragenden Zustand und ermöglicht besonders die Interpretation von barocker und klassischer Orgelliteratur.

Die Glocken


Der freistehende Glockenturm konnte bereits im Dezember 1955 eingeweiht werden. Seine fünf Glocken rufen zum Gottesdienst und erklingen zum Vaterunser - als Einladung zum Mitbeten.

Jeden Abend um 18 Uhr läuten die Glocken als Friedensgeläut und als Zeichen für die Grenze zwischen Tag und Nacht (alte christlich-jüdische Tradition).

Zum Namen der Kirche

(Aus dem Gemeindebrief Ostern 1964)

 

Der Name der Kirche „Christ-König-Kirche“ mag vielen ungewohnt erscheinen. Der Kirchenvorstand bat die Gemeinde um Mitwirkung bei der Namensgebung. Es sollte nach Möglichkeit kein Name sein, der Hamburg schon vorkommt. Für den Tag der Einweihung schlug das Losungsbuch ein Lied vor, in dem Christus als der König besungen wird. Dieses Losungswort formte dann ein Glied unserer Gemeinde zu dem heutigen Namen „Christ-König-Kirche“ um Dieser Name soll uns ständig daran erinnern, dass Christus der Herr und König seiner Gemeinde in Lokstedt ist. 

 

(Aus einem Vortrag von Pastor Thoböll zum Reformationsfest 2002)

 

Den meisten von Ihnen wird es neu sein, dass es ein „Christ-König-Fest“ gibt. In unserer evangelischen Kirche wird es nicht gefeiert, und auch in der katholischen Kirche hat es keinen besonders großen Stellenwert. Seit 1925, also seit noch nicht einmal 100 Jahren, ist offiziell der letzte Sonntag im Oktober bestimmt als Christ-König-Fest. Es soll an das königliche Amt Jesu erinnern: Jesus Christus herrscht über Menschen, Tiere und Mächte. Selbst der Wind gehorcht ihm, wie in der biblischen Geschichte von der Sturmstillung erzählt wird. Wenn wir einen kurzen Streifzug durch unser Gesangbuch unternehmen, dann wird deutlich, wie oft dieser Gedanke, dass Jesus Christus unser König, ein König unserer Herzen ist, vorkommt: "Jesus Christus herrscht als König, alles ist ihm untertänig, alles legt ihm Gott zu Fuß" - "Dein König kommt in niedern Hüllen" - "Kommt her, des Königs Aufgebot" - "der König der Ehren" - "Wunderbarer König"  ...  Die Reihe ließe sich beliebig fortsetzen. Achten Sie einmal in der Adventszeit darauf, wie oft der kommende König besungen wird! Für die katholische Kirche war die Einführung eines Christ-König-Festes einerseits konsequent, weil es an die weit verbreitete Verehrung des Herzens Christi anknüpfte.  Andererseits besaß die Einführung dieses Festes geradezu reformerische Kraft: Nach vielen Jahrhunderten, in denen  die Verehrung der Maria als Mutter Gottes immer breiteren Raum eingenommen hatte, wurde hier deutlich, dass die Christliche Kirche sich auf Christus berufen soll und nicht allein auf Maria. Für uns Protestanten eine Selbstverständlichkeit, für die Katholiken allerdings etwas Besonderes, nämlich ein Freilegen der Wurzeln des christlichen Glaubens.